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Natürlich Gränichen: Naturnahes Friedhofareal

Autorenbild: Sabrina MüllerSabrina Müller

09.03.2025


Neue Informationstafeln zeigen die verborgene Natur auf dem Friedhofareal

Ein Friedhof ist für viele ein Ort der Stille, der Trauer und der Erinnerung. Doch während wir in unserer gesellschaftlichen Wahrnehmung Friedhöfe mit Abschied und Vergänglichkeit verbinden, kümmert das die Natur wenig. Pflanzen wachsen, Tiere kommen und gehen – das Leben blüht, auch hier.

Um genau dieses Zusammenspiel von Stille und Lebendigkeit sichtbar zu machen, wurden auf dem Friedhofareal Gränichen fünf neue Informationstafeln aufgestellt. Unter dem Gemeinde-Label „Natürlich Gränichen“ und in Zusammenarbeit mit dem Verein Natur und Vogelschutz Gränichen (NVG) vermitteln sie Wissenswertes über die tierische Vielfalt auf dem Areal und die angelegten Kleinstrukturen, welche eben diese fördern sollen.

Wer genau hinsieht und hinhört, entdeckt eine wunderbare Welt

Die Natur ist immer in Bewegung, auch auf dem Friedhof. Während Schmetterlinge über Rabatten flattern, Vögel von Baum zu Strauch fliegen und Wildbienen geschäftig nach Nektar suchen, werden in der Dämmerung die Fledermäuse und der Igel aktiv, eilig jagend im Schutz der Dunkelheit. Um diese Naturschauspiele bewusster und die entsprechend gestaltete Umgebung ersichtlicher zu machen, wurden mit den Informationstafeln folgende Themen aufgegriffen:

  • Vogelvielfalt (Tafel 1) – Seien es die Meisen, welche in den Nistkästen ihre Jungen aufziehen oder der Stieglitz, welcher sich am Altgrasstreifen gütlich tut - alle Gäste sind herzlich willkommen.

  • Altgrasstreifen und blühende Rabatten (Tafel 2) – Was für uns ungepflegt aussieht, ist für Insekten und Kleintiere ein Paradies. Diese ungemähten Bereiche bieten Nahrung und Lebensraum.

  • Wildbienenparadies (Tafel 3) – Ohne Wildbienen keine Bestäubung, ohne Bestäubung keine Blütenpracht. Sandlinsen und Insektenhotels sind speziell gewählte Kleinstrukturen zur Förderung dieser unscheinbaren Insekten.

  • Stein- und Asthaufen als wertvolle Kleinstrukturen (Tafel 4) – In diesen scheinbar chaotischen Strukturen verstecken sich Eidechsen, Käfer und Kleinsäuger. Sie finden hier Schutz und Nahrung.

  • Das Grosse Mausohr (Tafel 5) – Diese geschützte Fledermausart jagt nachts über dem Friedhof und trägt zur natürlichen Insektenregulation bei.

Ein Ort des Gedenkens und der Natur

Das Friedhofareal wurde über die Jahre hinweg stetig naturnah aufgewertet. Diese Massnahmen tragen nicht nur zum Erhalt der Artenvielfalt in unserer Region bei, sondern ermöglichen erfreuliche Aufenthalte für Besuchende. Die blühende Umgebung spendet Trost und zeigt, dass Leben und Vergänglichkeit untrennbar verbunden sind.

Die Gemeinde und der NVG freuen sich über interessierten und achtsamen Besuch. Durch einen respektvollen Aufenthalt auf dem Friedhofareal können wir gemeinsam die harmonische Koexistenz von Mensch und Natur auf unserem Friedhof erleben.





 
 
 

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